Mowag

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Radschützenpanzer

Homepage: http://www.mowag.ch

Per Du mit Augusto Pinochet – Die MOWAG

Als Dank für die Jahrzehnte lange Freundschaft lud die MOWAG AG im Juni 1994 den chilenischen General und Diktator Augusto Pinochet Ugarte, unter dem Siegel strengster Verschwiegenheit, zum Privatbesuch nach Kreuzlingen ein. Ein symptomatischer Vorgang.

1973 setzte eine Junta unter General Augusto Pinochet mit einem Putsch gegen die Regierung Salvador Allendes der demokratischen Tradition Chiles ein blutiges Ende. Angesichts der grausamen Verfolgung jeglicher Opposition und der brutalen Folter, der Tausende zum Opfer fielen, beschloss der Bundesrat in der Folge eher widerwillig ein Waffenexportverbot gegen die Militärdiktatur des südamerikanischen Landes. Das Verbot war schnell ausgehebelt: Die MOWAG brachte die Konstruktionspläne für ihre «Piranhas» nach Chile und liess dort die Radschützenpanzer von staatlichen Rüstungsunternehmen in Lizenz herstellen.

Von nun an konnte die MOWAG problematische Kunden an ihren Ableger in Südamerika verweisen und so das Schweizer Waffengesetz bequem aushebeln. Die zur Bekämpfung von inneren Unruhen sehr beliebten Kreuzlinger Panzer wurden in der Folge von Chile aus an Militärdiktaturen in ganz Südamerika verkauft.

Die Lizenzproduktion macht Schule

Nach dem erfolgreichen Versuch in Chile weitete die MOWAG ihre Lizenzproduktion auf weitere Länder aus, darunter Brasilien, Argentinien, Kanada und Grossbritannien. Produkte der MOWAG wurden oder werden eingesetzt untern anderem von den Regimes in Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Griechenland, Irak, Liberia, Nigeria, Peru, Saudi-Arabien und Sierra Leone.

Seit 2003 gehört die Ostschweizer Firma zu General Dynamics, einem der grössten Rüstungskonzerne der Welt. Heute sind in Kreuzlingen noch ungefähr 560 Menschen angestellt, die vor allem Fahrzeuge für die Schweizer und andere europäische Armeen produzieren sowie an der Weiterentwicklung der Panzer arbeiten.


Skandale

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Fakten zu MowagRDF-Feed
Abstract Radschützenpanzer
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