Rheinmetall Air Defence
Aus Kriegsmaterial
Flugabwehr-Kanonen
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Exportsieger mit düsterer Tradition – Rheinmetall Air Defence
Die Rheinmetall Air Defence (die frühere Oerlikon Contraves) ist momentan diejenige Schweizer Firma, welche am meisten Rüstungsgüter ins Ausland exportiert. Mit ihren Flugabwehrsystemen ist sie unangefochtener Weltmarktführer. Mehr als 40 Länder besitzen die Flab-Geschütze der Contraves.
Der Erfolg der Contraves-Kanonen gründet in erster Linie auf die Zeit des Zweiten Weltkriegs, als die damalige Oerlikon-Bührle die Wehrmacht mit Unmengen von Geschützen und Munition belieferte. Zweimal bombardierten die Alliierten deshalb «versehentlich» das Zürcher Quartier Oerlikon. Der damalige Besitzer Emil G. Bührle vergrösserte von 1940 bis 1944 sein persönliches Vermögen von 24 auf 127 Millionen Franken. Die Zeitung «Nation» nannte ihn «den grössten und skrupellosesten Kriegsgewinnler unseres Landes».
Auch später machte sich die Contraves in aller Welt zum Ziel von Protesten, beispielsweise als sie trotz des Uno-Embargos Kanonen an die Apartheid-Regierung lieferte.
Skandale
| Skandale von Rheinmetall Air Defence (ehemals Oerlikon Contraves, ehemals Oerlikon Bührle). | Beschreibung |
|---|---|
| Biafra-Krieg: Schweizer Kanonen gegen IKRK-Flugzeuge | Oerlikon-Kanonen schiessen auf Rotkreuz-Flugzeuge |
| Der Bührle-Skandal | Trotz Uno-Embargo exportiert Oerlikon Bührle Kanonen ans Apartheid-Regime |
| Kanonen für Gaddafi | Libyen, 1972: Muammar al-Gaddafi kauft eine Korvette, welche mit Schweizer Oerlikon-Geschützen bestückt ist. |
| Pakistan grösster Kunde 2008 | Pakistan, 2008: Die islamische Republik ist der grösste Abnehmer von Schweizer Waffen. Der Konflikt in Kaschmir schwelt weiter, das Land steht am Rande des gesellschaftlichen Kollapses. |
| Waffen für die Achsenmächte | Während das Zweiten Weltkriegs werden rund 2'500 aliierte Flugzeuge von Schweizer Kanonen abgeschossen. |

